Fritzbox und Swisscom Centro Grande

Kürzlich bin auch ich von Swisscom auf einen All-IP Anschluss umgestellt worden. Grundsätzlich ist dagegen auch nichts einzuwenden, allerdings bin ich begeisterter Fritz!Box-Nutzer und ich habe alle Einstellungen im Netzwerk wie auch die gesamte Heimtelefonie über die FB (Fritz!Box) gesteuert.

Leider lässt sich beim All-IP Anschluss der Swisscom Router nicht mehr ersetzen, sofern man nicht auf die Telefonie verzichten will. Swisscom gibt die SIP-Daten des Anschlusses nicht bekannt, da es sich um einen Festnetz-Anschluss handelt und man nicht will, dass die SIP-Daten anderweitig verwendet werden. Es kursieren zwar diverse Anleitungen im Netz, aber die funktionieren bei den neueren Geräten nicht mehr.

Um also ein funktionierendes Setup mit Centro Grande und Fritz!Box hinzubekommen, ist das Centro Grande normal in Betrieb zu nehmen und Wireless zu deaktivieren. Danach die Fritzbox am LAN Port 1 mit dem Centro Grande (Port egal) verbinden.

Auf der FB muss in der Konfiguration unter “Internet, Zugangsdaten, Internetzugang” der Punkt “Vorhandener Zugang über LAN” ausgewählt werden. Somit fungiert die FB nur noch als Router und nicht mehr als DSL-Modem.

fritzbox

Damit die FB nun aber trotzdem ins Internet sichtbar ist, muss im Centro Grande unter “Einstellungen, Netzwerk, IP-Weiterleitung” die “IP-Weiterleitung” ausgewählt und als Gerät die FB ausgewählt werden (“fritz.fonwlan.box” oder so ähnlich). Danach Reboot Centro Grande und sicherheitshalber auch Neustart der FB.

centro

Damit nun auch die Telefonie über die FB läuft, muss das Telefon-Kabel der FB am Telefon-Anschluss des Centro Grande eingesteckt werden (Telefonport 1).

Sofern man nun die IP-Adressbereiche noch sauber trennt, also zbsp. das Centro auf 192.168.1.1 und die FB auf 192.168.178.1 ist auch das Ansprechen der verschiedenen Geräte kein Problem mehr.

Aus Quick Help wird My Swisscom Assistant

Swisscom hat das bisherige “Quick Help” Programm komplett überarbeitet und gleichzeitig in “My Swisscom Assistant” umbenannt. Ich hatte im 2012 einen kurzen Blog-Eintrag dazu verfasst.

Der elektronische Assistent ist unter http://www.swisscom.ch/myswisscomassistant zu finden und läuft unter Mac OS und Windows. Dank der Verzahnung mit dem Kundencenter (Loginangabe freiwillig) kann das Programm diverse Infos wie WLAN-Passwort oder angelegte E-Mailadressen anzeigen. Als nette Zugabe können die E-Mailkonten automatisch auf dem PC eingerichtet werden.

Auch kann ein Statusbericht generiert werden, der allenfalls Rückschlüsse auf allfällige Probleme zulässt.
2014-01-20 20_40_54-My Swisscom Assistant

So bleibt eigentlich nur noch die Downloadgrösse als Kritikpunkt übrig – 80 MB für einen Assistenten ist schon etwas viel. Wobei – mit 80 kg liegt das “Lebendgewicht” eines richtigen Assistenten wohl etwa im Rahmen… :)

E-Mailversand / Spammassnahmen Swisscom

Seit einiger Zeit funktionierten meine automatisierten E-Mailversand-Mechanismen (vom Router, vom Scanner) nicht mehr. Dabei habe ich nichts geändert, sondern mehr oder weniger von einem Tag auf den anderen klappte das nicht mehr. Jetzt muss man dazu sagen, dass ich Swisscom VDSL-Kunde bin und somit meine Mails via Swisscom-Netz verschickt werden. Dabei spreche ich nicht mal von der Nutzung von Bluewin.ch-Adressen, sondern für obige Funktionalitäten nutzte ich ein GMail-Konto.

Wie ich nun herausgefunden habe, liegt die Problematik bei der Swisscom, welche neuerdings alle Mails auf Viren und Spam prüfen will und darum den Port 25 generell blockiert (äh pardon, filtert). Das Problem dabei ist wohl die Tatsache, dass gemäss Info diese “Massnahmen schrittweise” umgesetzt werden und man nicht darüber informiert wird.

Da ich nicht bei allen Geräten alle Einstellungen wie gewünscht anpassen konnte, musste ich schlussendlich das verwendete GMail-Konto durch ein bluewin.ch-Konto ersetzen. Details zur bluewin.ch-Konfiguration finden sich hier.

 

Quick Help – Automatische Hilfe wenn Internet und E-Mail streiken

Zugegebenermassen benötige ich relativ selten Hilfe bei Internet- und E-Mailproblemen, da ich doch schon auf einen schönen Erfahrungsschatz zurückblicken kann. Zufälligerweise habe ich mitgekriegt, dass es von Swisscom ein Hilfsprogramm gibt, das die Einstellungen überprüfen kann, wenn gar nichts mehr geht. Im Problemfall lohnt sich somit  ein Blick darauf sicher! Das Programm für Mac und Windows ist hier gratis erhältlich.

HiQ-Player für Swisscom VDSL

Swisscom bietet für ihre eigenen VDSL-Kunden qualitativ verbesserte Zattoo-Streams an. Wer nun Zattoo nicht installieren möchte, aber trotzdem gratis TV auf dem Computer schauen möchte, für den gibt es den HiQ-Player.

Der Autor dieser Software ist Christian Wagner, stammt aus der Westschweiz und ist Informatik-Student. Sein Blog ist grundsätzlich in Französisch, aber für den HiQ-Player hat er auch eine deutsche Seite eingerichtet.

HIQ-Player für Swisscom VDSL-Kunden

HIQ-Player für Swisscom VDSL-Kunden

Die Software kann ohne Registrierung runtergeladen und installiert werden. Die TV-Qualität ist tiptop und das Programm funktioniert bei mir unter Windows Vista tiptop (läuft aber auch unter XP).

Swisscom Netopia/Motorola Router Firmware

Per Zufall habe ich festgestellt, dass die Version 7.8.2r3 verfügbar ist. Leider ist ja nirgends ersichtlich, was geändert wurde, daher habe ich den Update mal durchgeführt und anschliessend durchgeklickt um zu schauen, ob mir etwas auffällt.

Tatsächlich sind mir zwei sehr interessante Dinge aufgefallen, die es näher auszuprobieren gilt:

1. Backup & Restore von Config-Daten

Im Experten-Modus können neu Konfigurationsdateien gespeichert und geladen werden:

vdsl1

Backup und Restore in neuer Firmware

2. Wakeon-LAN (WOL)

Im telnet-Modus gibt es eine Option “Wake up LAN”, mit welcher vermutlich jetzt neu auch WOL supported wird.

Wakeon-LAN Configuration

Wakeon-LAN Configuration

DynDNS und Netopia/Motorola-Router (Router von Bluewin)

Auch bei einem Bluewin ADSL- oder VDSL-Router kann man den DynDNS-Dienst nutzen, allerdings muss man dafür einen Telnet-Client wie PuTTY oder SecureCRT einsetzen, da diese Funktion nicht über das Webinterface steuerbar ist.

Einrichten des DynDNS-Clients:
Mit Telnet eine Session auf den Router (Adresse ist im Normalfall 192.168.1.1) öffnen.
Mit Userid und Passwort anmelden (wenn nicht verändert, dann “admin” und “1234″).

Netopia-3000/XX> configure
Netopia-3000/XX (top)>> set dyn
dynamic-dns option (dyndns.org) [ off | dyndns.org ]: dyndns.org
ddns-host-name (""): myhost.dyndns.org
ddns-user-name (""): myuser
ddns-user-password(""): mypassword
Netopia-3000/XX (top)>> save  

Prüfen, ob alles richtig eingerichtet ist:

Netopia-3000/XX (dynamic-dns)>> dyn validate
Validation passed!

Übersicht der eingegebenen Daten:

Netopia-3000/XX (dynamic-dns)>> dyn view
========================================================
dynamic-dns
option dyndns.org
ddns-host-name "myhost.homedns.org"
ddns-user-name "myuser"
ddns-user-password "mypassword" 

Das wärs…

Netopia-3000/XX> exit

Die obige Anleitung funktioniert seit längerem (letztmals getestet mit Router-Version 7.8.0):

Netopia-3000/XX> status

Netopia Model 3397GPB AnnexB Wireless VDSL Ethernet Switch
Running Netopia SOC OS version 7.8.0 (build r6)
VDSL Capable
(admin completed login: Full Read/Write access)
Serial number X, CPU MIPSR3000, Board ID 0x83
System Log Message counts:
  Low 0, Medium 0, High 682, Alerts 23, Lost 360, Total 705
Uptime 01:21:20:25
Date 10/19/08 05:14:11 PM

Netopia-3000/XX>

Ruckus Wireless

Ich habe mir ein Ruckus Wireless Media 2825 Adapterset ersteigert, um Bluewin TV ausprobieren zu können, ohne dass ich den Router in der Nähe des Fernsehers habe bzw. entsprechende Kabel ziehen muss.

image

Für einen Enduser ist die Installation wirklich kinderleicht – einstecken, warten, fertig! Da ich meinen VDSL-Router auf einen anderen Range im DHCP eingestellt hatte, war ich gespannt, ob das funktioniert. Aber auch das ging ohne Probleme. 

Als Technik-Begeisterter wollte ich mich noch ein bisschen näher mit dem Device und der zugehörigen Software beschäftigen. Da das Webinterface gesperrt ist, muss mittels telnet und entsprechendem Login das Kommandozeilen-Interface aufgerufen werden.

Please login: ****
password :
Copyright(C) 2005-2007 Ruckus Wireless, Inc. All Rights Reserved.
rkscli: help
Help for each command group can be shown with:
help radiogroup
help systemgroup
help qosgroup
help shaper
help miscgroup
help helpgroup
help debuggroup
help aclgroup

‘help <cmd>’ will show help for a command or partial command
‘help <foo>’ will search help text as a last resort.
OK
rkscli: set http enable
killall: webs: no process killed
OK
rkscli: exit
Quit:
OK

Mit dem “set http enable” kann das Webinterface wieder eingeschaltet werden. Danach kann mit normalen http-Protokoll auf das Gerät zugegriffen werden:

image

Nach dem Login präsentiert sich dann das Konfigurationsmenu wie folgt:

image