Die offizielle Abkürzung von ETF lautet ja “Exchange Traded Funds” – zu Werbezwecken wird manchmal auch von “Einfach, Transparent, Flexibel” gesprochen.
Einer der Vorteile der ETF’s liegt darin, dass kein Gegenparteirisiko besteht, da es sich um gesetzlich geregeltes Sondervermögen handelt (Artikel 35 KAG).
Je mehr sich ein ETF-Anbieter durch Informationen etc. absichern kann, um so höher wird das vom MarketMaker angebotene Volumen und desto enger wird der Spread. Beispielsweise ist dies zu beobachten, wenn dem ETF ein Basiswert einer anderen Börse zugrundeliegt und diese andere Öffnungszeiten hat (ausserhalb der Öffnungszeiten höhere Spreads als während der Öffnungszeiten).
Die aktuelle Fondszusammensetzung des ETFs ist täglich vor Börsenöffnung verfügbar (NAV). Der indikative Nettoinventarwert (iNAV) wird alle 15 Sekunden berechnet und stellt den fairen inneren Wert der zu aktuellen Marktpreisen bewerteten Wertschriften des Basiswertkorbs dar. Der iNAV ist praktisch nirgends für Privatanleger verfügbar, anscheinend wird dieser Wert primär ausländischen Börsen zur Verfügung gestellt. Bei der Credit Suisse sind für die XMTCH-ETF’s auf der Website jedoch die iNAV-Werte gelistet: http://www.xmtch-etf.com/UI/Pages/de/Product.aspx?ID=0
An der SIX Swiss Exchange können alle ETF-Daten abgerufen werden:
http://www.six-swiss-exchange.com/marketpulse/funds/overview_de.html
ETF’s können unterschiedlich konstruiert werden:
- Volle Replikation (Full Replication)
Der Fonds investiert in alle Wertpapiere des Index und vollzieht alle Aktionen nach (z. Bsp. Splits, Kapitalerhöhungen, etc). - Optimierte Replikation (Optimized Sampling)
Es wird nur in eine repräsentative Auswahl der Wertpapiere investiert. Dabei können unterschiedliche Modelle und verschiedene Kriterien wie Kapitalisierung, Sektor, Fundamentaldaten, etc. zur Anwendung kommen. - Synthetische Replikation (Synthetic Sampling)
Der Fonds investiert in einen Wertpapierkorb, welcher vom Index abweicht. Zusätzlich wird eine SWAP-Vereinbarung mit einer Gegenpartei eingegangen, um die Rendite von Index und Fonds zu tauschen. Dieser SWAP-Anteil unterliegt dem Gegenpartei-Risiko, da es sich nicht um Fondsvermögen handelt.
In Europa sind die Börsenplätze bezüglich ETF noch nicht harmonisiert (MIFID), d.h. dass der gleiche ETF in verschiedenen Ländern unterschiedliche Kurse haben kann.